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Die Zeittafel führt durch wichtige Stationen der Seebacher Ortsgeschichte - von frühen Überlieferungen über Kirche, Schule und Industrialisierung bis zu den Veränderungen nach der politischen Wende.

Seebacher Ortsgeschichte

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

32 historische Stationen, chronologisch geordnet.

750-780
Bis 1699

Erste Hinweise auf „Sebaha“

Übertragung von Gütern an das Kloster Fulda in „Sebaha“ (Vermutung lässt auf unser Seebach schließen).

1014
Bis 1699

Die Wartberge als Grenzpunkt

Erwähnung der Wartberge als Grenzpunkt in der Wildbann-Beschreibung der Mark Lupnitz zwischen „Kabenbuhele“ (Kambühl bei Deubach, 453 m ü. NN) und „Gerwinessteinen“ (Gerberstein am Rennsteig, 729 m ü. NN).

1130
Bis 1699

Kloster Fulda verliert die Vorherrschaft

Innerhalb des darin beschriebenen Gebietes besaß das Kloster Fulda die Vorherrschaft, bis diese durch die thüringischen Landgrafen abgelöst wurde.

1230
Bis 1699

Erste urkundliche Erwähnung Seebachs

Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Seebach, der zum Kloster Frauensee gehörte und vom Landgrafen Heinrich von jeglicher Abgabe frei gesprochen wurde.

1253
Bis 1699

Geistliche Betreuung durch Weißenborn

Mit Gründung des Wilhelmitenklosters zu Weißenborn wird Seebach geistlich von diesem betreut.

1349
Bis 1699

Belehnung mit dem Dorf Seebach

Belehnung „der Herren Friedrich, Helmbricus und Guzko von Varnrode mit dem Dorfe Wuta, dem Dorfe Eichenriet und dem Dorfe Sebach“.

1445
Bis 1699

See und Ebertsberge als Lehen

Ein Teil des hier früher aufgestauten Sees (gespeist aus den Quellen am Wartberge) wird mit den benachbarten Ebertsbergen als Hennebergisches Lehen erwähnt.

1525
Bis 1699

Reformation und erster lutherischer Pfarrer

Der letzte Prior des Klosters Weißenborn verlässt seinen Orden und wird erster Pfarrer der lutherischen Kirchgemeinde Weißenborn und Thal, wo auch die Seebacher eingepfarrt waren.

1561
Bis 1699

Seebach kommt zu Sachsen-Weimar-Eisenach

Seebach wurde den Herren von Kirchberg zu Farnroda zugesprochen und gehörte somit zum Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, was auf den alten Grenzsteinen entlang der Flurgrenze teilweise noch sichtbar ist. Von nun an war auch die Kirchgemeinde Seebach Farnroda zugeordnet und der Farnrodaer Pfarrer sollte einmal im Monat in der Kapelle am Wartberge Gottesdienst abhalten.

1634
Bis 1699

Überlieferung einer alten Holzkapelle

Zur Zeit der Christianisierung soll am Fuße der Wartberge eine Holzkapelle errichtet worden sein, die nach etwa fünfhundert Jahren als sehr baufällig bezeichnet wurde.

1638
Bis 1699

Folgen des Dreißigjährigen Krieges

Durch die Folgen des Dreißigjährigen Krieges ist die alte Kapelle dem weiteren Verfall preisgegeben und durch Plünderungen des Dorfes ist die Zahl der Einwohner sehr stark zurückgegangen.

1660
Bis 1699

Erstes Schulhaus und Wiederaufbau

Errichtung des ersten Schulhauses mit einer Wohnung für den Lehrer und einem Unterrichtsraum für alle Altersklassen mit circa 40 Kindern. Wiederaufbau des Ortes durch Ansiedlung neuer Höfe.

1676
Bis 1699

Geburt von Johannes Dicel

Am 10. Oktober wird Johannes Dicel als siebtes Kind des Leinewebers Hans Nikel Dicel in Seebach geboren. Er ging später als „Wunderdoktor“ und Wohltäter in die Geschichte des Ortes ein.

1734
1700-1899

Grundsteinlegung der neuen Kirche

Grundsteinlegung für eine neue Kirche im Ortskern von Seebach (siehe Heimatgeschichte).

1746
1700-1899

Johannes Dicel unterstützt Schule und Pfarrhaus

Johannes Dicel (inzwischen anerkannter „Medicus practicus“) kümmerte sich des Weiteren um den Bau einer neuen Schule und eines Pfarrhauses und sorgte für die Besoldung von Pfarrer und Lehrer.

1758
1700-1899

Tod des Wohltäters Johannes Dicel

Am 9. November verstarb Johannes Dicel im Alter von 82 Jahren, leider kinderlos. Er hat für seinen Heimatort unvergessene Werte geschaffen und beispielhafte Zeichen der Nächstenliebe gesetzt.

1799
1700-1899

Selbstverwaltung unter dem Amt Eisenach

Das Geschlecht der Kirchberger zu Farnroda stirbt ohne Nachkommen aus und Seebach tritt die Selbstverwaltung unter dem Amt Eisenach an.

1892
1700-1899

Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs

Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs durch Kleinindustrie - Bau der ersten Uhrenteilefabrik in Seebach durch die Gebrüder Thiel, die bereits 1862 eine Metallwarenfirma in Ruhla gründeten.

1913
1900-1949

Maschinenbau in Ruhla

In Ruhla: Produktion der Ständerbohrmaschinen vom Typ Thiel 4 und Fertigung der Werkzeugfräsmaschinen vom Typ Duplex 58, circa 30.000 Stück bis 1971.

1932
1900-1949

Neubau der Uhrenfabrik

Neubau der Uhrenfabrik in Seebach.

1933-1945
1900-1949

Rüstungsproduktion in den Kriegsjahren

In den Kriegsjahren Fertigung von Zeitzündern für die Rüstungsindustrie.

1938
1900-1949

Bau des Klubhauses

Bau des Klubhauses als kulturelles Zentrum.

1952
1950-1979

Übergang in Volkseigentum

Übergang des Betriebes in Volkseigentum.

1954
1950-1979

VEB Uhrenwerk „Klement Gottwald“

Umbenennung in VEB Uhrenwerk „Klement Gottwald“, später VEB Uhrenkombinat Ruhla (ab 1967).

1957
1950-1979

Landwirtschaftliche Kollektivierung

Die ersten Bauern schlossen sich zunächst einer ÖLB an (später LPG). Sie bewirtschafteten in den darauffolgenden Jahren die Talhänge vorwiegend durch Weidebetrieb.

1970-1972
1950-1979

Maschinenfabrik und neues Wohngebiet

Bau der Maschinenfabrik und der 650 Wohneinheiten mit Schule, Kindergarten und Kaufhalle.

1978
1950-1979

Zuordnung zur Mikroelektronik

Zuordnung zum VEB Kombinat Mikroelektronik.

1989-1990
Seit 1980

Politische Wende und Betriebszerfall

Politische Wende, Treuhandverwaltung und Zerfall des Großbetriebes in mehrere kleinere Nachfolgefirmen (Maschinenbau, High-Tech-Firmen, Uhrenfertigung und Zulieferbetriebe).

1993
Seit 1980

Sanierung kommunaler Wohngebäude

Sanierung und Neugestaltung aller kommunalen Wohngebäude sowie Wohnungsprivatisierung.

1995
Seit 1980

Gewerbegebiet an der Industriestraße

Erschließung eines Gewerbegebietes mit Gewerbeneuansiedlung an der Industriestraße.

1999
Seit 1980

Eigenheimsiedlung im Osten

Erschließung einer Eigenheimsiedlung im östlichen Teil des Ortes mit etwa 65 Einfamilienhäusern - schrittweise Sanierung der vorhandenen Wohngebiete.

2000
Seit 1980

Deckel Maho als größter Arbeitgeber

Im Bereich Maschinenbau ist die Firma Deckel Maho Seebach GmbH zu dieser Zeit der größte Arbeitgeber.